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Gut Gimritz

Halle, Deutschland

Der Name Gimritz kann gedeutet werden als "Platz, wo die Rinder Getreide treten" vom slawischen "Guministi". Das Gut Gimritz liegt auf dem Gelände einer mittelalterlichen Siedlung aus dem 7./8. Jh. Im 13. Jh. bewirtschafteten die Mönche des Klosters Neuwerk das Gimritzer Gut als Vorwerk. Sie bauten hier eine Wassermühle und eine Wehranlage an der Saale. Die Ritter des Deutschordens, die auf der benachbarten Hafeninsel das erste Armenhospital Halles betrieben, befürchteten Hochwasserschäden durch die Anstauung der Saale, was zu Konflikten führte. Das Kloster setzte sich im Streit durch und erweiterte seine Besitztümer. Diese gingen 1530 nach Auflösung des Klosters an das Neue Stift über. Der Wirtschaftshof auf der Peißnitzinsel wurde nach den Zerstörungen im 30-jährigen Krieg 1730/40 neu errichtet. Die Stadt Hallewar von 1540 bis 1821 Pächter der Anlagen und Ländereien, die danach in den Besitz des Großgrundbesitzers Barthels wechselten. 1880 tätigte die Stadt den Rückkauf. Heute ist von der Bebauung noch die seit dem 13. Jh. existierende Mühle erhalten; ein imposanter, dreige­schossiger, massiver Bau, der zuletzt als Speicher diente. Am Gebäude befinden sich ein 1596 datiertes Wappen und Hochwassermarken. Das zweieinhalbgeschossige Gutshaus aus der Mitte des 19. Jh. erinnert mit seinem Turm an italienische Landhäuser. Nördlich findet man die ehemaligen Wohnhäuser mit steilem Dach. Das große spitzbogige Portal aus Bruchstein stammt aus dem 18. Jh.

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