NEUTRAL

Schuhpfosten

Spiesen-Elversberg, Deutschland

In der Nacht zum 10. November 1938 fielen in ganz Deutschland 1406 Synagogen organisierten Brandstiftungen zum Opfer, wurden jüdische Geschäfte geplündert, mehr als 400 Menschen jüdischen Glaubens ermordet, unzählige niedergeschlagen, deportiert, vergewaltigt, traumatisiert und zum Selbstmord getrieben. Der von der Reichsregierung und der NSDAP gelenkte "Volkszorn" diente vor allem wirtschaftlichen Interessen. Geld und Besitz der jüdischen Bürger sollten die maroden Staatsfinanzen des Reiches sanieren, die Hochrüstung und den geplanten Krieg finanzieren. Auch im Saarland wurden zahlreiche Geschäfte verwüstet. Nache einem Augenzeugenbericht wurden viele Paare guter, neuer Schuhe von den Plünderern ab der Haltestelle Friedrichsthal mit der Straßenbahn abtransprotiert und _h_i_e_r_ in den Wald geworfen. Rasch verbreitete sich die Nachricht und die Schuhe wechselten die Besitzer. Aus den Erinnerungen von Maria A. Kraden (gestorben 1985)

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